Der zukünftige Rümelinsplatz: Ein lebendiger Ort in der Innenstadt

Das Projekt „Platzlichtung“ gewinnt den Wettbewerb zur Neugestaltung des Rümelinsplatzes. Der Regierungsrat hat dem Juryentscheid zugestimmt. Die Erneuerung soll dem Rümelinsplatz einen eigenen Charakter verleihen und einen attraktiven Platz in der Innenstadt schaffen. Eine durchgehende Pflästerung mit Rheinwacken sowie mehr Bäume und einladende Sitzgelegenheiten sollen zum Verweilen einladen.

Der Rümelinsplatz verfügt heute über wenig Aufenthaltsqualität. Er ist hauptsächlich ein Durchgangsort. Zudem sind die darunter liegenden Leitungen sanierungsbedürftig. Nun soll der Platz umgestaltet werden und so zu einer lebendigen Innenstadt beitragen. Auf Grundlage des Gestaltungskonzepts Innenstadt hat das Planungsamt Basel-Stadt im Sommer 2016 einen anonymen Projektwettbewerb im offenen Verfahren für die Umgestaltung des Platzes sowie der angrenzenden Münz- und Schnabelgasse ausgeschrieben. Eine Jury bestehend aus Landschaftsarchitekt/innen, Vertretern der Verwaltung und Mitgliedern des Vereins Instandbelebung Rümelinsplatz, einer Kunsthistorikerin sowie dem Geschäftsführer von Pro Innerstadt hat aus 23 eingereichten Arbeiten das Siegerteam erkoren. Der Regierungsrat hat dem Juryentscheid in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2016 zugestimmt.

Verfasser des Siegerprojekts „Platzlichtung“ ist das Büro „Franz Reschke Landschaftsarchitektur“ aus Berlin. Deren Projekt geht behutsam mit dem bestehenden Rümelinsplatz um und verleiht ihm dennoch einen eigenen Charakter in der historischen Basler Altstadt. Zusätzliche Bäume spenden in Zukunft Schatten und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Mauerelemente laden ein zum Sitzen sowohl neben dem bestehenden Brunnen als auch entlang dem Schmiedenhof. Durch eine flächendeckende und möglichst rollstuhlfreundliche Pflästerung mit Rheinwacken wird der Platz eine einheitliche Gestaltung erhalten. Die existierenden Trottoirränder sowohl auf dem Platz wie auch in der Münz- und Schnabelgasse fallen inskünftig weg. Dadurch eignet sich der Platz besser für Boulevardgastronomie, die Fasnacht oder Veranstaltungen wie zum Beispiel „Em Bebby si Jazz“.

Die angrenzenden Gassen – Spalenberg, Grünpfahlgasse und Gerbergässlein – sind bereits gemäss Gestaltungskonzept Innenstadt umgestaltet. Mit dem Rümelinsplatz inklusive der Münz- und der Schnabelgasse folgt nun ein weiteres Puzzlestück in der stimmigen Gestaltung der Basler Innenstadt. Das Projekt „Platzlichtung“ wird nun weiterentwickelt. Die Zustimmung des Grossen Rats vorausgesetzt beginnt die Erneuerung des Rümelinsplatzes voraussichtlich 2021. Der Kostenrahmen für die Oberflächenumgestaltung liegt bei maximal 3.8 Millionen Franken, das Projekt „Platzlichtung“ ist nach jetzigem Wissensstand günstiger.

Interessierte können vom 23. März bis 2. April 2017 alle 23 Wettbewerbsbeiträge im Bau- und Verkehrsdepartement an der Dufourstrasse 40 in Basel besichtigen. Die Vernissage zur Ausstellung findet am Mittwoch, 22. März 2017, 18 Uhr statt.

nach oben