OGD im Kanton Basel-Stadt

Open Government Data (OGD) sind Daten des öffentlichen Sektors, die im Interesse der Allgemeinheit zur freien Nutzung zugänglich gemacht werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Die Staatskanzlei Basel-Stadt engagierte sich seit 2011 für die Bereitstellung von OGD.

Ergebnisse OGD-Pilotprojekt 2017/18

Das OGD-Pilotprojekt 2017/18 schuf die rechtlichen, inhaltlichen, organisatorischen und technischen Grundlagen für OGD im Kanton Basel-Stadt. Alle Konzepte wurden anhand von Anwendungsfällen überprüft und laufend angepasst. Mit den bereitgestellten Daten entstanden bereits erste Opendata-Anwendungen.
Alle im Pilotprojekt verabschiedeten Dokumente stehen hier zum Download bereit:

Rechtliche und inhaltliche Fragen werden mit der OGD-Richtlinie geklärt. Die Regierung fordert darin die Ämter und Dienststellen, sowie Affiliierte des Kantons Basel-Stadt auf, proaktiv Datensätze zu publizieren, sofern diese nicht schützenswert sind. Zur Überprüfung des Datenschutzes hat der Kantonale Datenschutzbeauftragte eine OGD-Checkliste publiziert.
Die OGD-Richtlinie wird begleitet durch einen OGD-Leitfaden, der als Hilfsmittel bei der Publikation dienen soll und der die Prozesse, sowie die Organisation skizziert.
Auf Basis von schweizerischen und europäischen Best Practices wurde ein Organisationskonzept erstellt, das sowohl die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen als auch die notwendigen Prozesse erläutert. Organisatorisch wurde festgehalten, dass die Datenbereitstellung zwingend koordiniert zu erfolgen hat. Und analog der Best Practices wurde beschlossen OGD beim Statistischen Amt anzusiedeln.
Alle im OGD-Pilotprojekt erarbeiteten Konzepte wurden iterativ anhand von Anwendungsfällen entwickelt. Das gewählte anwendungszentrierte Vorgehen hat innerhalb der betroffenen Verwaltungseinheiten einen Lernprozess in Gang gesetzt. Es mussten pragmatisch Lösungsansätze gefunden werden und die Prozesse und Abläufe entsprechend angepasst werden. Im intensiven Austausch sowohl mit Datenliefernden als auch mit Datennutzenden wurden Anforderungen und Bedürfnisse erfasst und die Datenbereitstellung möglichst adaptiert. Voraussetzung dafür war ein pragmatisches, zielorientiertes Vorgehen, das durch innovative und engagierte Verwaltungsmitarbeitende und ein agiles Projektmanagement begünstigt wurde.

Historischer Abriss

Die Staatskanzlei Kanton Basel-Stadt setzte sich seit 2011 aktiv für OGD ein. Bereits an der ersten Open Data-Konferenz betonte die Staatsschreiberin Barbara Schüpbach die Chancen von OGD für die Kantone.

Gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten führte die Staatskanzlei 2012 eine Tagung zu «Öffentliche Informationen und offene Daten» durch. 

Im Rahmen eines E-Government-Impulsprogramm 2014-2016 wurden bei der Informatiksteuerung und Organisation (ISO) ein Dateninventar erstellt und die Machbarkeit von Open Government Data für den Kanton Basel-Stadt abgeklärt.

Am Open Innovation Day 2015 im Rathaus fragte die Staatskanzlei zusammen mit der ISO «make open data - welche Daten dürfen es sein?».

Die organisatorischen, rechtlichen, inhaltlichen und technischen Grundlagen wurden im OGD-Pilotprojekt 2017/18 geschaffen. Per Ende OGD-Pilotprojekt konnten die Arbeiten in einen Regelbetrieb überführt werden: Wie in anderen Kantonen, Städten und beim Bund wurde das Thema OGD ab 2019 organisatorisch bei der Statistik angesiedelt: www.statistik.bs.ch/ogd.